Dresden - Semperoper von Dresden bei Reise und Urlaubsziele

Dresden

Die Hauptstadt Sachsens zählt zu den schönsten Städten Europas

Empfohlene Reisezeit: Juni bis August

Dresden in Deutschland - Die barocke Perle an der Elbe

Die Hauptstadt Sachsens zählt zu den schönsten Städten Europas und lockt jährlich Millionen Besucher an. Dresden begeistert durch seine barocken Prachtbauten, prunkvollen Kirchen und kostbaren Kunstsammlungen. Mit rund 550.000 Einwohnern ist Dresden die zweitgrößte Stadt Sachsens, nach Leipzig.

Die Stadt liegt malerisch an der Elbe und punktet zusätzlich mit ihrer wunderschönen Natur. Die Nähe zum Elbsandstein- und Erzgebirge macht Dresden auch für Naturfreunde attraktiv. Am besten lässt sich die Stadt auf Streifzügen durch die einzelnen Stadtviertel erkunden, ob zu Fuß oder mit dem Hop-on-Hop-off-Bus.

Wegen ihrer prachtvollen Architektur und der Lage im Elbtal wird die Stadt gerne auch als "Elbflorenz" bezeichnet. Dieser Beiname verweist auf die künstlerische und architektonische Nähe zur italienischen Renaissancestadt Florenz.

Dresden - Martin Luther Denkmal

Geschichte und Gründung

Gegründet wurde die Stadt im 12. Jahrhundert als slawische Siedlung am Elbufer. Im 15. Jahrhundert avancierte sie zur Residenz der sächsischen Herzöge und Kurfürsten.

Ihre glanzvollste Zeit erlebte die Stadt seit dem 17. Jahrhundert unter Friedrich August I., besser bekannt als August der Starke, und seinem Sohn. In dieser Epoche entstanden großartige Bauwerke wie das Japanische Palais, der Zwinger, die Dreikönigskirche und die prächtige Hofkirche.

Auch Renaissance, Klassizismus und Historismus prägen bis heute die Architektur der Innenstadt. Nach den verheerenden Bombenangriffen im Februar 1945 glich die Kulturmetropole einem einzigen Schutthaufen.

Nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus und der geglückten historischen Rekonstruktion präsentiert sich die Stadt heute als grandioses Gesamtensemble aus Architektur, Kunst und Moderne. Kaum eine andere deutsche Stadt hat ihre bewegte Vergangenheit so eindrucksvoll mit der Gegenwart verbunden.

Besondere Aufmerksamkeit erregte Dresden zudem durch den einzigartigen Fall des Elbtals als Weltkulturerbe. 2004 wurde die Kulturlandschaft von der UNESCO ausgezeichnet, der Titel jedoch 2009 wegen des Baus einer neuen Elbbrücke wieder entzogen. Bis heute gilt dies als einmaliger Vorgang in der Geschichte der Welterbeliste.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen liegt nur wenige Kilometer nördlich der Innenstadt und ist mit der S-Bahn in rund 20 Minuten erreichbar. Auch mit dem Fernzug ist Dresden hervorragend an Berlin, Leipzig und Prag angebunden.

Besonders reizvoll zeigt sich Dresden im Frühling und Frühsommer, wenn die Elbwiesen zum Picknick einladen. Im Winter sorgt der Weihnachtsmarkt für eine ganz eigene, festliche Atmosphäre.

Wer die Stadt zu Fuß erkunden möchte, sollte bequemes Schuhwerk mitbringen. Viele Sehenswürdigkeiten liegen in der historischen Altstadt eng beieinander und lassen sich so in kurzer Zeit ablaufen.

Die schönsten Wahrzeichen im Überblick

Zu den bekanntesten Bauwerken zählen der Zwinger, das Residenzschloss und die Semperoper. Auch die Frauenkirche, die Kathedrale SS. Trinitatis und die Brühlsche Terrasse gehören zu den Highlights.

Weltbekannt ist außerdem der Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt, der sogenannte Striezelmarkt. Natürlich dürfen der obligatorische Stollen und der 700 Jahre alte Kreuzchor nicht unerwähnt bleiben.

Wer die Altstadt zum ersten Mal besucht, sollte für die zentralen Sehenswürdigkeiten mindestens zwei volle Tage einplanen. So bleibt genug Zeit, um auch die weniger bekannten Ecken der Stadt zu entdecken.

Die Frauenkirche - Symbol des Wiederaufbaus

Herzstück und Wahrzeichen der Stadt ist die Frauenkirche. Der evangelische Sakralbau wurde zwischen 1726 und 1743 erbaut und fiel dem Feuersturm am 13. und 14. Februar 1945 zum Opfer.

Erst 2005 wurde das wieder errichtete Kirchenhaus feierlich neu geweiht. Ihre imposante Kuppel prägt bis heute die Silhouette der Altstadt.

Nicht weit entfernt verbindet der Fürstenzug den Neumarkt mit dem Schlossplatz. Das 101 Meter lange Wandbild besteht aus Meißener Porzellankacheln und zeigt die Wettiner Herrscher in chronologischer Reihenfolge.

Wer die Aussichtsplattform der Kuppel besucht, wird mit einem herrlichen Panoramablick über Dresden belohnt. Von hier oben lässt sich die gesamte Altstadt auf einen Blick erfassen.

Zwinger und Residenzschloss

Das Residenzschloss war einst das politische Schaltzentrum der sächsischen Kurfürsten. Heute beherbergt es die Staatlichen Kunstsammlungen mit ihren weltberühmten Exponaten.

Der Zwinger zählt zu den bedeutendsten Barockbauten Europas. In seinen Galerien sind unter anderem die Gemäldegalerie Alte Meister und die berühmte Porzellansammlung untergebracht.

Wer sich für höfische Schätze interessiert, sollte dem Grünen Gewölbe einen Besuch abstatten. Die Schatzkammer zählt zu den ältesten und wertvollsten ihrer Art in ganz Europa.

Im Innenhof des Zwingers finden im Sommer regelmäßig Konzerte und Freiluftveranstaltungen statt. Die Kulisse der Barockfassaden verleiht diesen Abenden eine besondere Stimmung.

Museen und Kunstsammlungen

Die Stadt gilt als eine der bedeutendsten Museumsstädte Deutschlands. Die Staatlichen Kunstsammlungen vereinen zwölf Museen unter einem Dach, verteilt über die gesamte Innenstadt.

Besonders sehenswert ist das Albertinum am Elbufer mit seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Auch das Verkehrsmuseum und das Militärhistorische Museum locken Besucher jeden Alters an.

Wer sich für Wissenschaft und Technik interessiert, findet im Deutschen Hygiene-Museum spannende Ausstellungen. Der gläserne Mensch als Ausstellungsstück gehört zu den bekanntesten Exponaten der Stadt.

Ein außergewöhnliches Erlebnis bietet das Panometer in einem ehemaligen Gasometer. Riesige 360-Grad-Panoramen lassen historische Stadtansichten und ferne Landschaften lebendig werden.

Semperoper und Theaterplatz

Zweithöchster Sakralbau ist die Katholische Hofkirche am Theaterplatz, ein wunderbarer barocker Kirchenbau. Direkt daneben liegt die weltberühmte Semperoper.

Das Haus im Stil des Spätbarocks zählt zu den bekanntesten Opernhäusern der Welt. Es wurde 1985 nach jahrzehntelangem Wiederaufbau feierlich wiedereröffnet.

Führungen durch das Innere des Hauses geben Einblick in die aufwendige Ausstattung. Wer Glück hat, erlebt sogar eine Probe der berühmten Sächsischen Staatskapelle.

Musiktradition und Sächsische Staatskapelle

Die Sächsische Staatskapelle zählt zu den ältesten Orchestern der Welt und blickt auf eine über 450-jährige Geschichte zurück. Regelmäßige Konzerte in der Semperoper begeistern Musikliebhaber aus aller Welt.

Auch der Kreuzchor, einer der bedeutendsten Knabenchöre Deutschlands, prägt seit Jahrhunderten das musikalische Leben der Stadt. Auftritte finden regelmäßig in der Kreuzkirche am Altmarkt statt.

Neumarkt und Altmarkt - das Herz der Altstadt

Herzstück der historischen Innenstadt ist der Neumarkt. Er liegt idyllisch zwischen der Elbe und dem Altmarkt.

Begrenzt wird der Platz von der Frauenkirche, dem Johanneum, dem Kurländer Palais und dem Kulturpalast. Ganz in der Nähe lassen sich die Brühlschen Terrassen, das Schloss, das Coselpalais sowie der Zwinger besichtigen.

Der Altmarkt war einst das Zentrum der Elbestadt. Das bekannteste Gebäude an dem großen Platz ist die berühmte Kreuzkirche.

Zahlreiche Cafés, Boutiquen und Geschäftshäuser säumen bis heute den quirligen Platz. Besonders abends lohnt sich ein Spaziergang bei stimmungsvoller Beleuchtung.

Striezelmarkt und Stollen - Weihnachtstradition mit langer Geschichte

Weltbekannt ist der Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt, der Striezelmarkt. Er gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands und begeistert jedes Jahr Besucher aus aller Welt.

Natürlich darf der obligatorische Stollen nicht fehlen, der hier seinen Ursprung hat. Auch der 700 Jahre alte Kreuzchor sorgt regelmäßig für festliche Stimmung in der Stadt.

Wer im Advent zu Besuch ist, sollte sich unbedingt Zeit für den Markt nehmen. Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln liegt dann über dem gesamten Altmarkt.

Kulinarik und sächsische Genusskultur

Neben dem berühmten Stollen hat die Region noch weitere kulinarische Spezialitäten zu bieten. Die sächsische Eierschecke, ein mehrschichtiger Kuchen, gehört in jedes traditionelle Café der Stadt.

In den Weinbergen entlang der Elbe wird seit Jahrhunderten Wein angebaut. Das milde Klima des Elbtals gilt als eines der nördlichsten Weinbaugebiete Europas.

Wer regionale Küche probieren möchte, findet in den Restaurants der Altstadt zahlreiche traditionelle Gasthäuser. Deftige sächsische Gerichte treffen dort auf moderne kulinarische Interpretationen.

Der echte Dresdner Christstollen darf nur nach einem streng geschützten Rezept hergestellt werden. Ein eigenes Gütesiegel garantiert, dass ausschließlich Bäckereien aus der Region das traditionelle Siegel verwenden dürfen.

Einkaufen und Flanieren

Die Prager Straße gilt als zentrale Einkaufsmeile mit zahlreichen Geschäften und Cafés. Auch die Altmarkt-Galerie sowie die Centrum-Galerie laden zum Bummeln ein.

Für individuelle Geschenke lohnt sich ein Abstecher in die kleinen Boutiquen der Äußeren Neustadt. Hier finden sich handgefertigte Produkte lokaler Designer und Kunsthandwerker.

Ein besonderes Fotomotiv ist die Kunsthofpassage mit ihren kunstvoll gestalteten Innenhöfen. Regenrohre in Form von Instrumenten und bunte Fassaden sorgen hier für ungewöhnliche Blickfänge.

Äußere Neustadt und Pfunds Molkerei

Auch die Gründerzeitvillen in der Äußeren Neustadt sind einen Besuch wert. Das Viertel gilt als kreatives Zentrum mit unzähligen Cafés, Bars und kleinen Läden.

Ein echtes Muss ist der Einkauf bei "Pfunds Molkerei" in der Bautzener Straße. Der Milchladen mit handgemalten Fliesen von 1880 gilt als der schönste Milchladen der Welt.

Wie eine Moschee wirkt dagegen die ehemalige Tabakwarenfabrik Yenidze. Ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild überrascht viele Besucher der Stadt auf den ersten Blick.

Elbhänge und das Blaue Wunder

Oberhalb der Altstadt erstrecken sich die sogenannten Elbhänge mit ihren herrschaftlichen Villen. Von hier aus genießt man einen weiten Blick über das Elbtal und die Silhouette der Stadt.

Die stählerne Brücke "Blaues Wunder" verbindet die Stadtteile Loschwitz und Blasewitz. Sie zählt zu den technischen Denkmälern der Stadt und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Wer es gemütlich mag, fährt mit der historischen Standseilbahn hinauf zu den Elbhängen. Die Aussicht von oben entschädigt für jede Anstrengung.

Praktische Tipps für den Aufenthalt

Mit der Dresden City Card lassen sich viele Museen und Sehenswürdigkeiten vergünstigt besuchen. Zusätzlich ist die Nutzung von Bus und Straßenbahn im Kartenpreis enthalten.

Das Straßenbahnnetz von Dresden gehört zu den ältesten durchgehend elektrisch betriebenen Netzen Europas. So lässt sich fast jeder Stadtteil bequem und schnell erreichen.

Wer die Umgebung aktiv erleben möchte, findet entlang der Elbe ausgeschilderte Rad- und Wanderwege. Fahrräder lassen sich an zahlreichen Stationen in der Innenstadt ausleihen.

Für einen entspannten Einstieg empfiehlt sich eine geführte Stadtrundfahrt am ersten Tag. So verschafft man sich schnell einen Überblick, bevor man einzelne Viertel auf eigene Faust erkundet.

In den touristischen Bereichen der Innenstadt kommt man auch mit Englisch gut zurecht. Beschilderungen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind meist zweisprachig gehalten, was die Orientierung deutlich erleichtert.

Studenten- und Kulturstadt

Dank der Technischen Universität und mehrerer Hochschulen ist Dresden auch eine lebendige Studentenstadt . Ein vielfältiges Kulturangebot aus Theater, Musik und Kleinkunst prägt das Stadtbild.

Im Sommer verlagert sich das Leben zunehmend an die Elbwiesen und in die zahlreichen Biergärten. Zahlreiche Festivals sorgen dann für zusätzliche Abwechslung im Kulturkalender.

Ein lebendiges Ausgehviertel mit Bars, Livemusik und kleinen Clubs findet sich rund um die Louisenstraße. Bis in die frühen Morgenstunden ist hier für Unterhaltung gesorgt.

Feste und Festivals

Neben dem weltbekannten Weihnachtsmarkt finden in der Stadt zahlreiche weitere Feste statt. Das Stadtfest lockt jeden Sommer hunderttausende Besucher in die Altstadt.

Auch die Filmnächte am Elbufer erfreuen sich großer Beliebtheit. Bei lauen Sommerabenden werden hier Kinofilme unter freiem Himmel gezeigt, mit der beleuchteten Altstadt als Kulisse.

Im Frühjahr sorgt außerdem ein internationales Dixieland-Festival für musikalische Vielfalt. Straßenmusiker und Bands verwandeln die Innenstadt für einige Tage in eine große Bühne.

Moderne Architektur - Hauptbahnhof und Ufa-Kristallpalast

Hochmodern präsentiert sich seit 2006 der von Norman Foster umgebaute Hauptbahnhof. Seine transparente Dachkonstruktion setzt einen spannenden Kontrast zur historischen Bausubstanz der Stadt.

Ebenso beeindruckend ist der Ufa-Kristallpalast von Coop Himmelb(l)au. Das markante Kino-Gebäude zählt zu den architektonischen Highlights der jüngeren Vergangenheit.

Dresden - Panorama mit Frauenkirche in Dresden

Von den Elbe-Ausflugbooten aus hat man einen grandiosen Ausblick auf die Silhouette der Stadt. Besonders die Kuppel der Frauenkirche wirkt vom Wasser aus überwältigend.

Elbe-Dampfer und Flusskreuzfahrten

Die Flotte der historischen Raddampfer zählt zu den ältesten und größten ihrer Art weltweit. Mehrere der Schiffe fahren bereits seit über einhundert Jahren auf der Elbe.

Eine Fahrt entlang des Elbtals bietet einen völlig neuen Blick auf Dresden. Vorbei an Weinbergen, Villen und historischen Brücken lässt sich die Region entspannt erkunden.

Für längere Ausflüge werden zudem mehrtägige Flusskreuzfahrten angeboten. Diese führen häufig bis in die Sächsische Schweiz oder weiter nach Tschechien.

Ausflüge in die Umgebung

Dresden ist ganzjährig einen Besuch wert und eignet sich zudem als perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge. Besonders beliebt ist ein Abstecher in die Sächsische Schweiz mit ihrem berühmten Elbsandsteingebirge.

Ein besonderes Highlight ist die Basteibrücke mit ihrem spektakulären Blick über das Sandsteingebirge. Auch die Festung Königstein, eine der größten Bergfestungen Europas, ist einen Tagesausflug wert.

Die Kurorte Bad Schandau und Kurort Rathen eignen sich hervorragend als Ausgangspunkte für Wanderungen. Zahlreiche markierte Pfade führen von dort direkt in die schönsten Ecken des Nationalparks.

Auch die Schlösser Pillnitz und Moritzburg lassen sich bequem an einem Tag von der Stadt aus erreichen. Beide bieten neben prachtvoller Architektur auch weitläufige Parkanlagen zum Verweilen.

Wer noch mehr sächsische Kultur erleben möchte, sollte zudem der Frauenkirche am Abend einen zweiten Besuch abstatten. Im Kerzenlicht entfaltet der Innenraum eine ganz besondere Atmosphäre.

Egal zu welcher Jahreszeit man Dresden besucht - Kultur, Geschichte und Natur liegen hier stets nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Wer einmal hier war, kommt erfahrungsgemäß gerne wieder zurück in die barocke Elbestadt.

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